Die Nachbarn des Dominikanerklosters
Die Nachbarn des ehemaligen Dominikanerklosters
Jürgen Telschow
Vorwort
Für den heutigen Betrachter ist es schwierig, sich in die frühere Zeit
hinein zu denken. Ist doch die jetzige städtebauliche Situation
überhaupt nicht mehr mit der zu vergleichen, die Jahrhunderte bestanden
hatte. Ein Blick auf die Darstellung von Delkeskamp aus dem Jahr 1864
zeigt das. Auch wenn die Südseite der Dominikanergasse nicht ganz
korrekt ist. Die Klostergasse gab es schon im Mittelalter, und hier lag
ursprünglich auch die Klosterpforte. Heute gibt es sie nicht mehr. Die
Dominikanergasse ist ein Kind der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die Battonstraße wurde nach dem Abriss der Judengasse in der 2. Hälfte
des 19. Jahrhunderts geschaffen. Nach den Zerstörungen des 2.
Weltkrieges erfolgte der Wiederaufbau ohne Rücksichtnahme auf alte
Strukturen. Die Kurt-Schumacher-Straße wurde erst in den fünfziger
Jahren des 20. Jahrhunderts geschaffen. Aber auch die Größe des
Klosterkomplexes ist heute verändert. Die Dominikanerkirche war länger
als die Heiliggeistkirche, was mit dem Podest vor dem Haupteingang
angedeutet wird. Allerdings war sie nicht so lang wie der Südflügel des
Klosters, sodass sich vor ihrem Eingang noch ein kleiner Vorhof befand.
Das Klostergebäude selbst wurde beim Wiederaufbau um 18 Meter nach
Westen erweitert, um mehr Nutzraum zu
schaffen.1 So lag die alte Klostergasse
nicht etwa da, wo heute der Durchgang von der Dominikanergasse zur
Battonstraße ist. Vielmehr verlief sie ungefähr am Westrand des
Grundstückes Dominikanergasse 5, also unmittelbar am Spenerhaus. Das
Grundstück Nr. 7 lag schon jenseits der Klostergasse.
Das Dominikanerkloster
Im Jahr 1233 ließen sich auf Weisung des päpstlichen Stuhles Dominikaner
in Frankfurt am Main nieder.2 Sie kamen mit
dem Auftrag, durch Predigt und Seelsorge den religiösen und sittlichen
Missständen zu wehren. Dem Bau des Klostergebäudes folgte der der
Kirche, die in den 1280er Jahren fertiggestellt sein dürfte. Mit
durchschnittlich 20 bis 40 Mitgliedern des Dominikanerkonvents war das
Kloster zeitweise das größte in Frankfurt. In der Reformationszeit blieb
es bestehen, weil sich die Dominikaner nicht der Reformation
anschlossen. Die genaue Lage des Klosters lässt sich erstmals in Fabers
Belagerungsplan von 1552 erkennen.3 Hier
liegt es dicht an der Stadtmauer auf der Höhe des Mönchsturmes. Südlich
schließt sich ein ummauertes „Gartengrundstück“ an, der ursprüngliche
Dominikanerfriedhof.4 1789 löste der
Erzbischof von Mainz das Kloster wegen mangelnden Nachwuchses auf und
machte die Verbliebenen zu Weltgeistlichen. Infolge des
Reichdeputationshauptschlusses von 1803 zog die Stadt Frankfurt neben
anderem auch den gesamten Besitz der Dominikaner ein. Das Kloster wurde
nun als Kaserne, Lagerhaus, Magazin für die städtischen Sammlungen und
die Kirche im Ostbereich als Turnhalle und im Westbereich als Konzert-
und Stadthalle genutzt. Durch die Bombenangriffe am 29. Januar und 22.
März 1944 wurden Kloster und Kirche zerstört. Nach dem Krieg wurde das
Kloster in modernisierender Form und der neuen Nutzung entsprechend
wieder aufgebaut (Planung Prof. Scheinpflug). 1957 konnte es, nun vom
Evangelischen Gemeindeverband, bezogen werden.
Zum nördlichen Umfeld
Nördlich des Dominikanerklosters, aber etwas abgesetzt, lag der
Schelmenhof oder Schelmshof, der ursprünglich den Schelmen von Bergen
gehört hatte und ab 1350 urkundlich erwähnt
ist 5. Ihn erwarben die Beginen der
Rosenberger Einigung 6 1613 und bauten ihn für
ihre Zwecke um.7 Die „Rosenberger Einigung“
wurde am 28. Mai 1452 von der Witwe Anna Rosenbergin, Witwe des
Frankfurter Schöffen Heinrich Rosenberger in ihrer beim Predigerkloster
gelegenen Wohnung als Gotteshaus für „zwölf Frankfurter Jungfrauen oder
ehrbare Witwen“ gestiftet.8 Sie sollten nach
der dritten Regel des Dominicus leben, waren aber keine Nonnen, sondern
Beginen. Die Aufsicht (cura moralium) und Seelsorge oblag den
Dominikanern, die ihnen ihren Gottesdienst in der Dominika-nerkirche
hielten. Daß man sich dabei auch sonst näher kommen konnte, zeigte
sich 1560. Da löste das Verhältnis des Priors der Dominikaner mit der
Priorin der Rosenberger Einigung einen Skandal
aus.9 An der Spitze stand die Meisterin. Zur
Regelung der äußeren Angelegenheiten bestellte der Rat der Stadt zwei
Pfleger. Die Einigung hatte ihr Domizil von 1456 bis 1613 zunächst auf
einem Grundstück in der Nähe des Klosters an dem "Grabborn".10
1613 zog die Einigung dann in den Schelmenhof, den sie zwischen 1772 und 1693 für ihre Zwecke umbaute.
Seitdem waren sie Dominikanerinnen.11 1802
wurde die Rosenberger Einigung säkularisiert. Als weltliche
Schulstiftung und Gemeinschaft existierte sie jedoch weiter. Ihre
Schwestern übernahmen 1809 die Aufsicht über die im Klosterkomplex
untergebrachte Schule der Englischen Fräulein als öffentliche
Volksschule für katholische Mädchen aus armen Verhältnissen.Die
Englischen Fräulein, ein von der Britin Mary Ward gegründeter
Frauenorden mit dem offiziellen Namen „Congregatio Jesu“, leben nach der
Ordensregel der Jesuiten und betrieben vor allem
Schulen.12 Gegen Ende des 19. Jahrhunderts
beherbergte der Gebäudekomplex die 1879 gegründete Anna-Schule, eine
Bürgerschule (Volksschule) für Mädchen und Jungen.
Schon auf dem „Grundplan der Judengasse im Jahre 1711 nach dem Plan des Daniel Merian vom 10ten März 1711 gezeichnet“13 ist die Fläche zwischen dem Kloster und dem Hof der Rosenberger Einung bebaut, nordöstlich mit einem Querriegel, der sich südöstlich bis in den engen Zwischenraum zwischen alter Stadtmauer und Ostflügel des Klosters erstreckte. Das ist auch auf dem Delkeskamp-Plan von 1864 zu sehen. Beide Höfe werden als Dominika- nerkloster bezeichnet, der Gebäudetrakt an der Stadtmauer als „Caserne des Frankfurter Bataillons“ bezeichnet.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Judengasse
abgerissen. Das dem Dominikanerkloster östlich vorgelagerte ehemalige
Kasernengebäude fiel ebenfalls. Der Abriss der westlichen Seite der
Judengasse war 1874 abgeschlossen, der der östlichen Seite 1885. Dies
machte es möglich, in östlicher Verlängerung der Schnurgasse die
Battonstraße anzulegen. In der Battonstraße erhielt das Kloster nun
einen neuen Straßenzugang, der die Hausnummer 57 erhielt. Mit der
Hausnummer 51 stand weiter östlich ein Gebäude der Stadt mit mehreren
Mietern. Parallel zur Ostfront des Klosters stand nun eine
Markthalle.14 Auf der gegenüberliegenden
Seite der Battonstraße befanden sich 1928 östlich eine Markthalle und
westlich anschließend die Annaschule.15
Zum westlichen Umfeld
Mit seinem Eingang und im Westen lag das Kloster an der Klostergasse.
Sie begann an der Predigerstraße ungefähr auf Höhe des Domes und endete
ungefähr dort, wo die Töngesgasse auf die Fahrgasse stößt. Noch 1628
wurde sie als Predigergasse bezeichnet.; 1805, 1837 und 1845 als „Hinter
den Predigern“; und seit den 1850er Jahren als Klostergasse. An ihr lag
auch ein Eingang mit kleinem Vorhof zur Kirche. Einen weiteren, größeren
Eingang gab es an der Nordwestecke zum nördlichen Hof. Der Plan von 1811
zeigt die intensive Bebauung des Klostergeländes. Auf der
gegenüberliegenden Straßenseite, ungefähr gegenüber des Westflügels des
Kollegiengebäudes, mündete das Ellenbogengässchen, im Mittelalter
Ysaldengässchen. „Ist die schmale Gasse, durch die man aus der
Predigergasse geht“16 Sie war die Verbindung
vom Kloster zur Fahrgasse, der mittelalterlichen Hauptstraße von
Frankfurt. Über die Häuser, die dem Kloster gegenüber lagen, erfährt man
bei Battonn wenig.17
Anders ist es in den späteren Adressbüchern. Die Nummer 13 im Süden
gehörte den Eiergroßhändlern Schneider in Mainz. Das Haus wurde von
einer Witwe, einem Tagelöhner und einem Invaliden bewohnt. Im Haus Nr.
17 betrieb F. Bilger eine Geldschrankreparaturwerkstatt. Die Nummer 21
gehörte einem Grasberger, der im Erdgeschoss eine Kohlengroßhandlung
betrieb. Mieter waren ein Packer, eine Witwe, ein Arbeiter und ein
Weißbinder. Heute ist es die Hofseite der Häuser Battonnstraße 65 und
Fahrgasse 26. Zwei Bilder von der Fahrgasse und dem Hainer Hof von 1900
geben eine Vorstellung von der Gegend.
Zum südlichen Umfeld
Im südlichen Umfeld ist das Areal zwischen Dominikanergasse,
Klostergasse, Prediger-Straße und Fronhofstraße von Interesse. Das Areal
lag seit dem Mittelalter am östlichen Rand der Stadt unmittelbar an der
Stadtmauer. Der zur Mauer gehörende Graben erhielt sein Wasser vom
Braubach. Der Braubach war im Mittelalter ein offener Wasserlauf vom
Fronhof her, an der Dominikanerkirche entlang durch die heutige
Dominikanergasse und dann weiter nach Westen etwa der heutigen
Braubachstraße folgend.18 Auf einem Lageplan
des Klosters von 1805 findet man ihn als
Antauche.19
Es schloss sich der Prediger-Kirchhof an. Urkundlich wurde er 1350 erwähnt.20 Nach der Reformation kam er aus der Benutzung. An ihn schloss sich entlang der Klostergasse eine Reihe von Hausgrundstücken an, die zum Teil dem St. Bartholomäusstift gehörten.21 Östlich davon befand sich der im 13. Jahrhundert gegründete Kompostellhof.
Betrachtet man den Merian-Plan von 1628, dann liegt südlich der Dominikanerkirche immer noch das Areal des früheren Dominikaner-Friedhofs. Aber es ergibt sich gegenüber dem Faber-Plan ein verändertes Bild. In der Predigerstraße ist der Hof des Deutschen Ordens deutlicher zu sehen. Da er vor allem der Aufnahme von Pilgern auf dem Jakobsweg diente, wurde er Compostellhof oder Compostell genannt. Er bestand nach und nach aus mehreren Gebäuden. 1570 verkaufte der Deutsche Orden den Compostellhof an das Kurfürstentum Mainz, das ihn als Unterkunft für den Kurfürsten nutzte, wenn dieser in Frankfurt war. So fiel der Hof nicht mit der Säkularisation 1803 an die Stadt Frankfurt, wie z. B. im Wikipedia-Artikel dargesetllt.22 Vielmehr gehörte er dem aus Teilen des alten Kurfürstentums Mainz neugebildeten Fürstentum Aschaffenburg unter Carl von Dalberg, ab 19.2.1810 Großherzogtum Frankfurt.
Die geografische Situation änderte sich 1811. Auf dem Lage-Plan von 1811 ist nur noch ein bebautes dreieckiges Grundstück mit der Schmalseite an der Klostergasse zum Kloster gehörig. Daran anschließend ein weiteres rechtwinkliges Gebäude an der Klostergasse und gegenüber dem Chor der Dominikanerkirche das Wirtschaftsgebäude, später israelischer Betsaal, nun dem Kompostelhof zugeordnet. Daran anschließend befindet sich ein langgestrecktes, schmales Gebäude, das von Nord nach Süd verläuft und als Compostell bezeichnet wird. Es stößt an den alten Compostelhof in der Straße an dem Fronhof.
Nach 1806 gab es unter Karl von Dalberg erste Schritte zur Einführung der Gleichberechtigung der Juden, die sich ab 1811 nun auch in Frankfurt frei ansiedeln konnten.23 Es wurden Pläne für ein neues Quartier der Juden verhandelt. Hierfür bot sich das Gelände des Kompostellhofes an. Diese scheiterten jedoch. So ordnete Dalberg am 9.4.1810 an, „daß uns angehörige Gebäude zum Kom-postell genannt, der Judenschaft zum Besten eines Schulgebäudes zu überlassen.24 Das Kompostell ging nun für für 50.000 Gulden an die jüdische Gemeinde.25 Diese wiederum verkaufte Teile des aus mehreren Einzelgebäuden bestehenden Komplexes sofort an Glaubensgenossen.26 Einzelne Juden erwarben Häuser, so der Gründer der Cassella-Werke. Schon vorher hatten 1808 vorwiegend jüdische Freimaurer die Loge „Grand Orient de France“ gegründet und ebenfalls im Kompostell ihren Tempel eingeweiht.27 Nun hatte die Jüdische Gemeinde bereits 1804 eine kleine Schule ge-gründet, aus der sich dann das „Philanthropin“ entwickelte. Diese Schule unterschied sich von den seitherigen jüdischen Lehrhäusern dadurch, dass sie säkulare Bildung mit einer fortschrittlichen religiösen Erziehung verband.28 1813 zog sie in das Kompostell. Teil des Unterrichts war auch jeden Sonntag eine Andachtsstunde, an der auch Erwachsene teilnehmen konnten. Sie wurde in deutscher Sprache gehalten und es gab Orgelmusik und Gesang. Das war etwas Neues in Frankfurt und führte zu immer stärkerer Teilnahme. Bald war der Klassenraum, in dem sie gehalten wurde, zu klein. So ließ man sich an Stelle des bisherigen Küchenraums durch den renommierten Architekten Rudolf Burnitz einen Andachts- und Schulprüfungssaal errichten, der am 13.12.1828 eingeweiht wurde. Da das Gebäude ja zum Kompostellhof gehörte, war der Eingang nicht an der zunächst noch nicht existierenden Dominikanergasse, sondern vom Hof her. Zwei Gestaltungsmerkmale sind bemerkenswert. Zum einen findet man ägyptisierende Formen, die den Bau von christlichen Bauten unterscheiden sollten. Zum anderen ist das Lesepult, von dem aus der Thora gelesen wurde nicht so zentral positioniert wie in Synagogen, sondern ähnlich einem Altar an die Ostwand.29 Von 1838 – 1845 befand sich die Schule in dem neben dem Kompostellhof liegenden Gebäude von Wilhelm Speyer.30 Und 1845 zog die Schule in den Rechneigraben 14/16.
Dieser Saal war einige Jahrzehnte für die Jüdische Gemeinde von erheblicher Bedeutung.31 Im Philanthropin vertraten die Lehrer eine von der Aufklärung geprägte Pädagogik und Wissensvermittlung, was sich auch auf die dort vermittelten Glaubensformen auswirkte. „Das Philanthropin wurde in seiner Grundhaltung das geistige Sammelbecken einer immer mehr anwachsenden Zahl „aufgeklärter“ Frankfurter Juden Mendelsohnscher Geistesrichtung…“32 Allerdings akzeptierte man weiterhin die Autorität des Oberrabinats an der Hauptsynagoge. Wichtigster Ort dieser Entwicklung war der Andachtssaal. Das wurde verstärkt, als 1828 ein neuer Andachtssaal eingeweiht wurde und nun ein erklärter Reformgottesdienst stattfand. Der Saal war ein Ort des geistigen Austausches des modernen Judentums. 33 Als 1844 der liberale Rabbiner Dr. Leopold Stein an der Hauptsynagoge sein Amt antrat, wurde dann jedoch diese Synagoge Zentrum des liberalen Judentums. Die Andachtsstunden verloren an Bedeutung. Als 1853 mit dem Bau einer neuen Hauptsynagoge begonnen wurde, wurde deren Gottesdienst in den Andachtssaal verlegt. Nach der Fertigstellung der Hauptsynagoge 1860 diente der Saal den Gemeindekonservativen, und es wurde dort eine zweite Gemeindesynagoge mit orthodoxem Gottesdienst eingerichtet. Als der Raum zu klein wurde, wurde die Börneplatzsynagoge errichtet und 1882 eingeweiht. Im Frankfurter Adressbuch von 1870 wird diese Synagoge als „zweite Gemeindesynagoge“ neben der Hauptsynagoge in der Judengasse bezeichnet.34 Als Anschrift wird nicht die Dominikanergasse angegeben, sondern „Im Compostellahofe, Predigerstraße“.35
Damit hatten nun die verschiedenen jüdischen Glaubensrichtungen je ihre eigene Synagoge. Insgesamt stellte sich die Situation so dar, dass in der Hauptsynagoge Börnestraße (1.020 Plätze) die liberalen Juden ihre Heimat hatten, in der Dominikanergasse und dann in der Börneplatzsynagoge (1.280 Plätze) die Konservativen, in der Schützenstraße (1000 Plätze) die Orthodoxen und in der Rechneigrabenstraße 12 die ultraorthodoxen Chassiden.
Im Jahr 1888 verkaufte die jüdische Gemeinde die Liegenschaft in der Dominikanergasse an die katholische Gemeinde für 195.00 Mark.36 Offenbar ging hiermit einher die Übertragung der östlich anschließenden Liegenschaft. Jedenfalls erscheint im Adressbuch 1891 die katholische Ge-meinde als Eigentümerin der Liegenschaft Dominikanergasse Nummer 1 mit vielfältiger Nutzung katholischer Vereinigungen und von Wohnungsmietern.37 1914 hatte es die Nummer 1 und der Saal wurde als Annex betrachtet..38 } 1943 wird der ehemalige Saal mit Hausnummer 1a ausgewiesen.39 Aufmerksamkeit erfuhr das Gebäude am 13.9.1912, weil es hier eine Versammlung des antisemi-tischen „Deutschen Vereins“ gegen die Errichtung eines Heine Denkmals gab.40 In ihm spielte der Paulskirchenpfarrer Julius Werner eine aktive Rolle.41 Und das Restaurant „Zum Kompostellhof“ im Haupthaus war schon vor 1933 ein Versammlungslokal der NSDAP.42 Im Adressbuch 1939 hat sich der Eigentümer nicht verändert, es fehlen aber die katholischen Organisationen, offenbar weil sie nicht mehr erlaubt waren. Zur Nutzung des Gebäudes 1a findet man in den Adressbüchern, dass es hier um 1930 ein katholisches Kinderheim St. Vincenz und 1940 – 43 einen Kindergarten der NSV gab. Das Gebäude wurde in den Luftangriffen vom 22. bis 24. März 1944 zerstört. Das Altstadtmo-dell im historischen Museum vermittelt auch ein gutes Bild von diesem Gebäude vor der Zerstörung im 2. Weltkrieg. Aber auch das von Peter Becker: Aussicht vom Steinernen Haus in der Judengasse …1872. Hier sieht man es links der Dominikanerkirche mit seinen hohen Fenstern.
Neben diesem Grundstück nach Westen lagen bis zur Predigergasse die Hausnummern 3 und 5, die zu einem Gebäude gehörten. 1870 gehörte die Liegenschaft 3/5 dem Bierbrauer Leschhorn. Sein Braumeister war der Verwalter.43 1928 gehörte sie den Gebrüdern Heppenheimer, die dort eine Metallhandlung betrieben.44 1939 war sie Eigentum des Kaufmanns Birkenbach. Die Firma Birkenbach betrieb eine Metallhandlung und evt. auch die Fahrradhandlung im gleichen Hause.45 In den sechziger Jahren stand hier ein Werkstattgebäude, wenn ich mich recht erinnere, mit dem Kundendienst von Stiebel-Eltron; und es war hier ein Schrotthandel. 1972 erwarb der Evangelische Gemeindeverband die Liegenschaft mit einer Fläche von 1.178 qm zum Kaufpreis von 1,75 Mio DM von Privat. Durch einen Tauschvertrag mit der GAGFAH wurde sie 1979 auf 1.294 qm abgerundet. Auf ihr steht das Philipp-Jakob-Spener-Haus. Die Hausnummern 1 und 3 sind nicht vergeben.
Das Gebäude Nummer 7 lag als Eckgebäude jenseits der Klostergasse. Schon 1870 gab es dort eine Gastwirtschaft. Eigentümer war ein Marks, Wirt ein Jockel.46 1928 war Eigentümerin die Henninger-Brauerei und ein Preuß der Wirt.47 1939 gehörte es auch noch der Henninger-Brauerei, Wirt war ein Schröder. Außerdem gab es verschiedene Mieter.48 Heute liegt die Nr. 7 westlich neben dem Spenerhaus. Der Evangelische Regionalverband hat sie 1981 mit einer Fläche von 307 qm zum Kaufpreis von 650.000,- DM von der GAGFAH erworben.49 Auf dem Grundstück stehen ein Mehrfamilienhaus und ein Anbau, in dem sich früher die Backstube der Bäckerei befand, die ihren Laden im Erdgeschoss des Gebäudes Ecke Fahrgasse hatte. In der ehemaligen Backstube befindet sich heute eine alkoholfreie Gaststätte, die vom Evangelischen Regionalverband betrieben wird.
Zum östlichen Umfeld
Auch östlich des Hauptgebäudes des Klosters ging es eng zu. Die Nebengebäude standen direkt an der alten Stadtmauer. Und unmittelbar auf der anderen Seite lagen die Hinterhäuser der Judengasse. Die Judengasse wurde vom Rat der Stadt Frankfurt 1460 auf kaiserliche Anordnung als Ghetto angelegt. Zugleich wurde nämlich verfügt, dass alle Frankfurter Juden hier zu wohnen hätten. Erst 1811 erhielten die Frankfurter Juden durch Karl von Dalberg die staatsbürgerliche Gleichstellung und konnten sich nun auch außerhalb der Judengasse ansiedeln.Die üblichen Bilder lassen kaum erkennen, wieviel Armut und Not es neben den wenigen Reichen in der Judengasse gab. Deshalb möchte ich den dänischen Schriftsteller Jens Baggesen zitieren, der 1789 Frankfurt besucht und seine Reiseerinnerungen veröffentlicht hat: „Man stelle sich eine Sammlung von einigen tausend zerlumpten Männern, einigen tausend halbnackten Frauen und einigen tausend vollkommen nackten Kindern zusammengedrängt und zusammengefärcht in einer einzigen Gasse vor! Welch ein entsetztlicher Haufen Elend! Welch ein Gewimmel von jammervollen Gestalten! Welch schwülwar-mer Pestdunst von lebendigem, leblosem und totem Unflat! Aus Furcht, der Gestank könne sich auf meinen Blättern verbreiten, aus Furcht, alle meine feinnervigen und zartsinnigen Leser könnten in Ohnmacht fallen, wage ich nicht, eine einzige dieser vielfältigen Gruppen von mageren und fetten, ausgezehrten und halbverrottenen Kindern Israels auszumalen, die auf den Treppen, in den Türen und auf der Straße wachend und schlafen, saßen und krochen..“50 Und ich zeige ein Bild aus dem vielgelesenen Unterhaltungsblatt Gartenlaube.
Betrachtet man die verschiedenen Stadtpläne, so fällt auch auf, dass auf der östlichen Seite der Stadtmauer ein kleines Grundstück zum Klosterareal gehörte. Es war der Abort/Abtritt des Klos-ters. Die Situation 1872 zeigt uns das Bild von Peter Becker.51 Die westliche Seite der Judengasse ist abgeräumt. Man blickt von Osten auf die Reste der alten Stadtmauer. Nahezu in der Mitte des Vordergrundes sind Reste des alten Wehrturmes der Stadtbefestigung zu sehen. Am rechten Bildrand befindet sich diesseits der Mauer ein kleineres Gebäude. In den älteren Stadtplänen ist das Areal als zum Kloster gehörig ausgewiesen. Es enthielt die alten Abtritte des Klosters und der Kaserne. Aus heutiger Sicht war das eine Provokation. Schembs berichtet, dass sie „einem friedlichen Nebeneinander abträglich“ gewesen seien. Hinter der Mauer sind die Dominikaner-kirche, das Dach des Klosters und zwischen Kloster und Mauer das Dach eines der Kasernen-gebäude zu erkennen.
Der Abbruch der Judengasse und die Neubebauung führten 1885 auch zur Umbenennung in Börnestraße. An die Stelle der abgebrochenen Häuser traten teilweise neue Gebäude, aber mit teilweise veränderter Struktur. So wurde auf der Westseite nördlich der Battonstraße eine Markthalle errichtet und südlich der Battonstraße eine provisorische Markthalle. Westlich neben dieser an der Battonstraße ein Wohngebäude. Dadurch entstand vor der Ostfront des Klosters ein freier Platz, der aber keinen Namen erhielt. Auf der Höhe der Dominikanergasse und dann südlich davon zog sich der alte Judenmarkt hin, 1885 Börneplatz und im Dritten Reich 1935 Dominikanerplatz. In ihn mündeten von Süden die Fronhofstraße, der Wollgraben, 1935 Kleiner Wollgraben, und die Mainstraße. Auf deren Höhe mündete dann auch von Osten die Rechneigrabenstraße. Auf der Höhe des Dominikanerklosters gingen in Richtung Nordwesten die Börnestraße (früher Judengasse, 1935 Großer Wollgraben) und in Richtung Nordosten die Stoltzestrraße ab. Gegenüber der Dominikanerkirche stand seit 1882 die Börneplatzsynagoge.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte auch die Börneplatz- Synagoge. Ihr erging es wie den anderen Synagogen, ausgenommen die im Westend. Schon am 11. November ordnete der Oberbürgermeister in einem Gespräch mit der Baupolizei an, dass, soweit die Standsicherheit der Synagogen gefährdet ist, die sofortige Niederlegung zu veranlassen ist.52 Am 18.11.1938 nahm der Oberbürgermeister zur Kenntnis, dass der Abbruch der Synagogen in der Innenstadt von den Juden selbst veranlasst wird, und wünschte größtmögliche Beschleunigung der Abbrucharbeiten.53 Am 1.3.1939 wurde gemeldet, dass die Arbeiten am Dominikanerplatz bis auf eine kleine Mauer beendet sind.54 Am 30.3.1939 wurde in dem Entwurf einer Vorlage des Oberbürgermeisters an die Gemeinderäte festgestellt, dass die nun nur noch eine jüdische Gemeinde ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber Stadt und Staat nicht mehr nachkommen kann.55 Unter staatlichem Druck kam so am 3.4.1939 ein Vertrag zwischen Stadt und jüdischer Gemeinde zustande, mit dem die Gemeinde eine größere Anzahl von Liegenschaften zu Be-dingungen an die Stadt veräußerte, die einer Enteignung gleichkamen.56 Das galt auch für die Grundstücke an Dominikanerplatz und Rechneigrabenstraße. In Zahlen bedeutet das:
5 Synagogengrundstücke mit 8.447 qm
11 Friedhöfe mit 225.215 qm
25 sonstige Liegenschaften mit ca. 73.008 qm.
Insgesamt sind das ca. 80.000 qm oder 8 Hektar oder 11 Fußballfelder nutzbare städtische Fläche.
Nach dem Krieg wurde die Kurt-Schumacher-Straße angelegt. Sie verlief nicht mehr in nordwestlicher Richtung wie die Börnestraße, sondern geradeaus von der alten Brücke nach Norden. Durch sie lag das Dominikanerkloster nunmehr auch mit seiner Ostfront an einer Straße. Von der Braubachstraße herkommend, bog die Straßenbahn am Dominikanerkloster auch nach rechts ab und dann nach links in die Rechneigrabenstraße. In den sechziger Jahren standen ihm gegenüber auf der anderen Straßenseite, unmittelbar an der Mauer des Jüdischen Friedhofes, die 1954 errichtete Blumengroßmarkthalle und davor eine kleine Tankstelle.57 Auf der nördlichen Seite der Rechneigrabenstraße erstreckte sich eine Brache anstelle der vormals jüdischen Liegenschaften, die als Parkplatz genutzt wurde. Ein hinterer Teil war eingezäunt und diente als Parkplatz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gemeinde- und Regionalverbandes. An der Südseite des Platzes befand seit 1955/56 das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke. An seiner Nordseite das 1958 bezogene Gebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse.
1985 beschloss der Magistrat der Stadt Frankfurt58, an der Ostseite der Kurt-Schumacher-Straße das Kundenzentrum der Stadtwerke zu errichten und süd-weatlich lich des Jüdischen Friedhofes einen neuen Börneplatz mit einer jüdischen Gedenkstätte zu errichten. 1986 gab es Proteste gegen die Überbauung der letzten Reste des Judengasse, die 1987 eskalierten, als bei den Erschließungsarbeiten die Fundamente mehrerer Gebäude der Judengasse freigelegt wurden. Diese Proteste führten auch zur Besetzung der Baustelle. An den Protesten beteiligten sich auch Propst Dr. Trautwein und seine Frau, sowie der Evangelische Regionalverband. Sie blieben ohne Erfolg, insbesondere auch deshalb, weil sich die Stadt und die jüdische Gemeinde einigten. Der Bau wurde errichtet, dient allerdings längst nicht mehr als Kundenzentrum der Stadtwerke. In ihn integriert sind Fundamentreste der Judengasse.
Die Rechneigrabenstraße
Jenseits der Stadtmauer wurde 1462 das jüdische Ghetto, die Judengasse, errichtet. Südlich davon lag das Fischerfeld. Es hatte seinen Namen nach den Fischteichen, die dort seit dem Mittelal-ter lagen und der Versorgung der Kaiserpfalz dienten. Von 1343 bis 1500 wurde weiter vorgescho-ben eine neue Stadtmauer errichtet, die zwar die Judengasse, aber nicht das Fischerfeld umschloss. Die von 1626 bis 1667 im Vorfeld dieser Stadtmauer errichtete barocke Befestigungsanlage um-schloss dann auch das Fischerfeld, das nunmehr auch langsam besiedelt wurde. So entstand hier ein jüdisch geprägtes neues Stadtviertel.
An seinem nördlichen Rand, aber südlich des Jüdischen Friedhofes lag die Rechneigraben-straße. An deren Nordseite lagen 1852 im Westen das Jüdische Hospital (Hausnummer 20 und 18), dann der Holzhof (Nr. 16), dann die Israelitische Schule (Nr. 14), dann die Nummer 12 mit Vorder- Vorderhaus und zwei Hintergebäuden.59 Später lag die Börneplatz-Synagoge nordwestlich vorgela-gert am Börneplatz. Die Schule war nun die Israelitische Realschule Philanthropin. Und Rechnei-grabenstraße Ecke Schützenstraße gab es die Israelitische Volksschule und eine Synagoge.60
Hier erwarb der Evangelische Regionalverband 1985 von Privat die Liegenschaft 12 und 1986 die Liegenschaften 6,8,und 10, insgesamt ca. 2.800 qm. Die Liegenschaften wurden früher gemischt genutzt. Es wäre interessant, dem im Einzelnen nachzugehen. Ich will mich auf einige wenige Erwähnungen beschränken. I
1870 gehörte Nr. 10 dem Bierbrauer Müller und Nr. 12 dem Weinhändler Reinhardt.61
In Nr. 10 befanden sich 1928 neben Wohnungen auch eine Schlosserei und eine Möbelschreinerei. Nr. 12 gehörte der Frankfurter Likörfabrik „Alissa“. Nr. 12a gehörte S. Atlas, der eine Kurzwarenhandlung betrieb. Nr.12 b gehörte A. Schwarz, der eine Fischhandlung betrieb.62 Auf der Liegenschaft Nr. 8 befanden sich die Eiswerke Günther.
1939 hatte sich manches verändert. Jüdische Eintragungen kamen nicht mehr vor. Die Schule hieß jetzt Friedrich-Stoltze-Schule. Die Nr. 12 gehörte weiter der Likörfabrik. Aber Eigentümer von Haus 12 b war „Schwarz, A., Kaufmann. Palästina“. Deutet dies doch daraufhin, dass er Jude und rechtzeitig nach Palästina emigriert war.63 Hier wie im Vorderhaus waren auch Wohnungen vermietet. Unter den Mietern war ein Schächter.64
In Nr. 12 gab es ab 1902 den Betsaal „Kol Jaakov“, der als Treffpunkt der osteuropäischen Chassiden diente. Kol Yaakov war eine bestimmte Gebetsordnung, die Anfang des 20. Jahrhunderts aufgestellt worden war. Ab 1927 gab es in diesem Betsaal (oder zusätzlich) ein Beth Hamidrasch (Lehrhaus) „Ohel Nosen“. Der Saal wurde am 9./10. November 1938 demoliert.65
Anfang der neunziger Jahre war angesichts der Entwicklung der evangelischen Kirche klar, dass eine eigene Bebauung bald erfolgen müsste oder nie mehr erfolgen würde. Zur gleichen Zeit suchte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau Räume für ihr Medienzentrum, und es entstand die Idee, ein Hospiz zu schaffen, für das ebenfalls Räume gesucht wurden. So wurde gemeinsam ein Plan für ein vielfältig genutztes Gebäude entwickelt. Die Ausführung wurde der Gemeindlichen Bau- und Vewaltungs GmbH übertragen, deren Geschäftsführer ich war. Das vereinfachte so manches. 1996 konnte das Gebäude eingeweiht werden. Wegen der vielfältigen Nutzung und weil es mit dem umschlossenen Innenhof an die alten Frankfurter Höfe erinnerte, wurde es vom Bund Deutscher Architekten mit der Martin-Elsäßer- Medaille ausgezeichnet.
Fußnoten:
Weber, Karl: Der Wiederaufbau des Dominikanerklosters und seiner Kirche, in.: Frankfurter Kirchliches Jahr- buch 1956, S. 32-35.
Beck, Kurt: Das Dominikanerkloster in Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1977, S. 4. Zum Weiteren s. auch Battonn, Johann Georg: Oertliche Beschreibung der Stadt Frankfurt am Main. Aus dessen Nachlass herausgegeben von dem Vereine für Geschichte und Alterthumskunde zu Frankfurt am Main durch den zeitigen Director desselben Dr. jur. L. H. Euler. Zweites Heft, Frankfurt am Main 1863, S. 125-129. Digitalisiert bei: Johann Georg Battonn-Wikipedia.
Hierzu und zum Folgenden sind erhellend die Stadtpläne von Faber 1552 ; Merian, vom Fischerfeld 1628 ; von Ulrich 1811 ; von Folz-Eberle 1852 ; von Ravenstein 1862 ; von Delkeskamp 1864 ; sowie der Geometrische Plan der Stadt Frankfurt von 1894 , 1914 und 1943.
Battonn, S. 135. S. auch: Koch, Heinrich: Das Dominikanerkloster zu Frankfurt am Main. 13. bis 16. Jahrhundert. Freiburg i. Br. 1892, S. 74. Koch war Militär-Oberpfarrer und Divisionspfarrer der 21. Division in Frankfurt.
Battonn, S. 123
Rosenberger Einigung. Schrupp, Antje: Antje Schrupp im Netz: Beginen in Frankfurt. Battonn, S. 123.
Ulrich, Grundriss 1811.
Ich folge in diesem Abschnitt Koch, Dominikanerkloster, S. 75, weil er ausführlicher ist als Beck.
Dechent, Kirchengeschichte von Frankfurrt am Main seit der Reformation, Bd. I, 1913, S. 224.
Beck, Dominikanerkloster, S. 45.
Battonn, S. 124-125 mit weiteren Quellenzitaten.
Www.Englische Fräulein.
Abgedruckt bei Schemps, Börneplatz, nach S. 32.
Amtliches Frankfurter Adressbuch 1928, Frankfurt am Main 1928, Teil II, S. 14.
Ebd. sowie Geometrischer Plan 1943.
Battonn, S. 163.
Battonn, S. 149.
Koch, Dominikanerkloster, S. 9 f. unter Bezugnahme auf : Battonn, Johann Georg: Örtliche Bechreibung der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt 1861-1875.
Historisches Museum, Nr. 702 nach Henel, Franz: Die Frankfurter Dominikanerkirche, in: Frankfurter Kirchliches Jahrbuch 1959, S. 9 – 19, hier S. 10.
Battonn, S. 135.
Battonn, S. 138 -140.
Fischer, Roman: Die Säkularisation in Frankfurt 1803 und ihre Auswirkungen, in: Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung Band 55, Darmstadt/Kassel /2004, S. 111-127, hier S. 115.
Hierzu insgesamt: Arnsberg, Paul: ‚Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Frankfurt am Main 1992, S. 205 -231.
Arnsberg, Geschichte, S. 210, 218, 219.
Arnsberg, Geschichte, S. 248.
Arnsberg, Geschichte, S. 861.
Arnsberg, Geschichte, S. 232 f.
Heuberger, Rachel/Krohn,Helga: Hinaus aus dem Ghetto, Juden in Frankfurt am Main 1800-1950, Frankfurt 1988, S. 41-45.
S. HierzuTheisen, Ingrid: Synagoge im Kompostelhof, in: Stöneberg, Michael (Hg.): die neue bürgerstadt: Das Frankfurt der Architekten Burnitz, Schriften des Historisdcvhn Museums Frankfurt, hrsg. Von Jan Gechow, Band 34, Frankfurt 2014, S. 135, 138, 139.
Arnsberg, geschichte, S. 116.
S. zum folgenden Arnsberg, Geschichte, S. 225-231.
Arnsberg, Geschichte, S. 225.
Heuberger/Krohn, S. 41-45.
Adressbuch für Frankfurt am Main mit Bockenheim, Bornheim, Oberrad und Niederrad, Frankfurt am Main 1870, S. 18.
Adressbuch 1870, Verzeichnis der Häuser, S. 216.
Arnsberg, Frankfurter Juden, S. 230, S. 859 -861.
Adressbuch von Frankfurt am Main 1891 mit Bockenheim etc. 1891, Häuserverzeichnis, S. 829.
Geometrischer Plan 1914.
Geometrischer Plan 1943.Rachel Heuberger/Helga Krohn: Hinaus aus dem Ghetto … Juden in Frankfurt am Main 1800-1950, Frankfurt a. M 1988, S.42.
Arnsber, geschichte, S. 794.
Telschow, Geschichte der ev. Kirche in Ffm, Bd. II, 2019, S. 92.
Rebentisch, Dieter: Frankfurt am Main 1918-1945, in: Frankfurter Historische Kommission (Hrsg.): Frankfurt am Main. Die Geschichte der Stadt in neun Beiträgen, Sigmaringen 1991, S. 423-519, hier S. 471.
Adressbuch von Frankfurt am Main mit Bockenheim, Bornheim, Oberrad und Niederrad, Frankfurt am Main 1870, Verzeichnis der Häuser, S. 18.
Adressbuch 1928, Teil II, S. 48.
Adressbuch 1939, Teil II, S. 59.
Adressbuch 1870, Verzeichnis sämtlicher Häuser, S. 18.
Adressbuch 1928, Teil II, S. 48.
Adressbuch 1939, Teil II, S. 59.
Auskunft Abteilung Bau, Liegenschaften und Hausverwaltung des ERVFFM-OF.
Baggesen, Labyrinth, S. 254.
Peter Becker: Ansicht vom Steinernen Haus in der Judengasse. Dominikanerkloster zu Frankfurt am Main- Wikipedia.
Niederschrift in: Kommission zur Erforschung der Geschichte der Frankfurter Juden (Hrsg.): Dokumente zur Geschichte der Frankfurter Juden 1933-1945, Frankfurt am Main, 1963, S. 276. Steen, Jürgen / Wolzogen, Wolf von: Katalog zur Ausstellung „ „Die Synagogen brennen…!“, Kleine Schriften des Historischen Museums, Band 41, Frankfurt am Main 1988, S. 150.
Niederschrift, Dokumente, S. 277.
Meldung, Dokumente, S. 278.
Vorlage, Dokumente S. 258-261.
Vertrag, Dokumente, S. 262-271.
Stadtvermessungsamt (Hrsg.): Stadtatlas 1:10000, Frankfurt a. M. 1984, S. 41.
Schembs, Börneplatz, S. 131 ff.
Eduard Foltz-Eberle, Plan von Frankfurt am Main, 1852.
Geometrischer Plan der Stadt Frankfurt am Main 1894.
Adressbuch für Frankfurt am Main mit Bockenheim, Bornheim, Oberrad und Niederrad, Frankfurt am Main 1870, Verzeichnis der Häuser, S. 72.
Für alles: Frankfurter Amtliches Frankfurter Adressbuch 1928, Frankfurt am Main 1928, Teil II, S. 230.
Amtliches Frankfurter Adressbuch mit Umgebung für das Jahr 1939, Frankfurt am Main 1939, Teil II, S. 277.
Frankfurter Amtliches Frankfurter Adressbuch 1928, Frankfurt am Main 1928, Teil II, S. 230.
Otto, Arnim: Juden im Frankfurter Osten 1796-1945, 2. Aufl. Offenbach 1997, S 200 f.